Kaligulas der Taktlose

die Vertriebenen - Kaligulas der TaktloseSackpfeifen (Ringelpiet und Verena)
Schalmei
Tabla

Schrauben, Sägen, Schmieden, Lederarbeiten, Nähen, Hobeln und vielerlei andere Talente, sind neben dem Musizieren, Kaligulas al Fazdah in die Wiege gelegt worden. Als einziger Sohn eines nordischen Kaufmannes mit einer Nachfahrin der Waräger in Konstantinopel, war sein Lebensweg eigentlich schon geschrieben. Er würde das Geschäft seines Vaters übernehmen, eine Frau heiraten und der Vater vieler Kinder sein. Eines Tages wurde er zum Hof des Kalifen Aliben Gaffa gerufen, um dort Reparaturen durchzuführen (welche, wollte man ihm nicht sagen). Er schnappte sich sein Werkzeug, ein paar Ölflaschen und für den Fall, dass es etwas länger dauern sollte, seinen Dudelsack um sich in den Pausen die Zeit zu vertreiben. Im Palast angekommen, machte er sich auch sogleich an die Arbeit und setzte das doch arg ramponierte Lieblingsbett des Kalifen instand. Später am Tag wollte Aliben Gaffa die legendären Fähigkeiten des „Abu al Fazdah“ bewundern und trat an unseren Kalle heran. die Vertriebenen - Kaligulas der TaktloseVöllig in seine Arbeit vertieft, bemerkte der Gute nicht, WER da hinter ihm stand und redete sich, ehrlich wie er nun mal ist, seine Meinung von der Seele. Worte wie „ Alter, hat der hier losgelegt“ und „da möchte man nicht der Bettpfosten sein“ oder „ob der heimlich Pillen nimmt“ wären für einen Bürgerlichen wirklich witzig gewesen…
Glücklicherweise haben ihn die Stadtwachen nicht erwischt und, zum Glück für die Band, konnte sich Kaligulas, der fortan den Bei- und Decknamen „der Taktlose“ trug, sich noch einen Teil seines Werkzeugs und seine Dudelsäcke schnappen. Um Konstantinopel macht er seither einen großen Bogen und bleibt lieber mit uns in der Heimat seiner Vorfahren.