Hein vom Rabenstein

die Vertriebenen - Hein vo RabensteinSackpfeifen (Freund Hein, D-Matz )
Bouzouki (Angus)
Schalmeien (Fledermaustod, Mohammed)
Drehleier und HellsSchells

Der vom Alter schon etwas geschlagene Henker a.D. war dereinst auf der Burg Rabenstein als Scharfrichter verdingt, entwickelte phantasievolle Methoden zur Folter und Geständniserpressung wie unter anderem die grausame Horchfolter mit dem lauten Dudelsack. Schnell kamen die Selbstbezichtigungen aus den Sündermündern herausgeplappert sobald das schrille Gequäke einsetzte, doch mit der Zeit und der Übung verlor diese Tortur ihre Grausamkeit, alsbald erntete er Zustimmung, ja Applaus von den Delinquenten. Dies gefiel ihm noch besser als Händeabhacken, Hälse zu strecken und Ketzer auf´s Rad zu flechten. Und mit seiner Hinkehr zur Musik verlor er den Wert für den Herren von Burg Rabenstein und wurde aus eben die Vertriebenen - Hein vom Rabensteinderselben vertrieben.

Eine kurze Zeit versuchte Hein vom Rabenstein in einem italienischen Kloster Einkehr und Besinnung zu finden. Hier erlernte er die kirchliche Kunst des Lautenspiels, studierte das gediegene Schlagwerk und verbrachte viel Zeit mit fremdartigen Instrumentarien, deren Name der Normalsterbliche nicht einmal aussprechen kann. Doch die wohlmundende Süßspeise des Abtes Don Mascarpone trieb ihn viel dutzendfach zur Todsünde der Völlerei und damit zur Abkehr seiner klösterlichen Enthaltsamkeit… Darob wurde er auch aus diesem Kloster vertrieben, allerdings nicht ohne ein Dutzend der Nonnen mitzuschnacken, denen er ein … nun ja … INTERESSANTERES Leben außerhalb der Klostermauern in Aussicht stellte … gerne wird dieser Umstand in dem Liedlein der „12 Weiber“ besungen…(bespielt).
Die Sackpfeiferei hingegen wurde weiterhin von ihm betrieben, bis er auf eine kleine Schar weiterer Spielleute traf, die ihn in ihren Reihen aufnahmen und mit denen er bis heute zum Gaudium des Volkes alte und neue Weisen erklingen lässt …